Es gibt keine gesetzlichen Regelungen zur Repräsentativität, mit Ausnahme der zentralen Grundsätze der Tarifverhandlungen im Tarifvertragsgesetz. Das Gesetz legt die Grundsätze wie folgt fest: Gesetz über die Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen; Tarifverträge Das Arbeitszeitgesetz regelt Überstunden und deren Ausgleich und definiert Überstunden als “Arbeit, die auf Initiative des Arbeitgebers zusätzlich zu den regulären Arbeitszeiten geleistet wird” (Arbeitszeitgesetz 2011). Die Höchstdauer der zulässigen Überstunden beträgt 138 Stunden pro vier Monate, wobei vorgesehen ist, dass sie 250 Stunden pro Jahr nicht überschreiten darf. Die Sozialpartner dürfen in Tarifverträgen Ausnahmen von diesen Regelungen machen, sofern diese Ausnahmefristen 12 Monate nicht überschreiten und die jährliche Überstundengrenze eingehalten wird. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der SUR, Vadim Ivanov, wurde der Tarifvertrag geändert, um den Beschlüssen des Internationalen Verhandlungsforums (IBF) zu entsprechen, von denen die wichtigsten die Erhöhung der Gehälter der Besatzungen um 2,5 % und die Erhöhung der gesicherten Ausgleichszahlungen sind. Darüber hinaus einigten sich die Parteien darauf, bis 2020 über Löhne zu verhandeln. In Finnland fanden Tarifverhandlungen in der Regel auf drei Ebenen statt; nationalen, Industrie und Unternehmen. Im Rahmen einer dreiseitigen Tradition haben die Sozialpartner auf höchster Ebene im Dialog mit der Regierung nationale Rahmenvereinbarungen über Löhne und Beschäftigungsbedingungen ausgehandelt. Die Vereinbarungen auf nationaler Ebene waren dann die Grundlage für Verhandlungen auf sektoraler Ebene – die vorherrschende Ebene in dem Sinne, dass sektorale Vereinbarungen die rechtlich durchsetzbare Grundlage von Arbeitsverträgen sind. Sektorale Vereinbarungen können einige Themen übertragen, die vor Ort in Vereinbarungen auf Unternehmensebene verhandelt werden müssen. In den letzten Jahren gab es eine Tendenz zu mehr lokalen Verhandlungen, obwohl die Dezentralisierung innerhalb der Grenzen stattfindet, die durch nationale und sektorale Verhandlungen vorgegeben sind.

(Asplund, 2007; Sippola, 2012). Da sich der Verband der finnischen Industrie (EK), der wichtigste Arbeitgeberverband der Spitzenunternehmen, 2016 aus den Tarifverhandlungen auf zentraler Ebene zurückgezogen hat, wird die Dezentralisierung in Zukunft wahrscheinlich zunehmen. Die Tarifrunde 2017/18 wurde somit direkt auf sektoraler Ebene ohne vorherige Einigung auf zentraler Ebene durchgeführt. Die finnische Verfassung garantiert das Streikrecht, aber nach den Rechtsvorschriften im Arbeitsvertragsgesetz und im Gesetz über die Mediation in Arbeitsstreitigkeiten sind Streiks nur zulässig, wenn ein Arbeitsvertrag ausgelaufen ist und ein neuer Vertrag noch nicht abgeschlossen ist oder wenn der Grund für den Streik nichts mit den Beschäftigungsbedingungen zu tun hat, wie dies bei politischen Streiks und Solidaritätsaktionen der Fall ist.